Nachdem ich mein Versprechen, dass ich mich nun oefters melden moechte, nicht halten konnte, melde ich mal wieder aus der Ferne. Eines meiner letzten Posts hier aus Costa Rica wie ich bemerke. Ihr koennt euch sicher vorstellen, dass ich die letzte Zeit geniesse und nochmal sehr viel mache. Daher kriegt der Blog auf der Prioritaetenliste leider einen der unteren Plaetze. Ich versuche nochmal alle Menschen zu treffen die mir hier etwas bedeuten und nochmal ein paar Dinge abzuklappern. Teils sehr schoen, da ich merke dass ich doch ein paar nette Menschen hier kenne, teils auch etwas muehselig.
Ich fang mal mit dem Abschiedsseminar an. Dieses ging 4 Tage. Dazu sind wir wieder allesamt an einen schoenen, warmen Ort mit Pool gefahren. Dabei waren auch Costaricaner, die ins Ausland gehen, Freiwillige, die wie ich bald gehen und andere die nach uns angekommen sind. Insgesamt waren wir fast 100! Das Programm war eher solala, dafuer die Parties an den Abenden eher wow! Und was ich dort realisiert habe, dass ich wirklich fast Zuhause bin.
Zuhause...mmmhhh...dann denke ich zuerst an meine Mutter, mein Zimmer, Familie und Freunde und natuerlich Deutschland selber.
Nach dem Jahr hier ist mir aufgefallen wie unterschiedlich Menschen doch leben. Auf den ersten Blick sieht es hier nur etwas anders aus. Anderes Essen. Und das wars auch schon. Nach naeherer Betrachung ( 1 Jahr scheint viel Zeit zu sein aber dennoch dafuer gerade erst genuegend) habe ich bemerkt, wie unglaublich anders die Lebensart, Denkweise und die Menschen selber sind. Was hier als normal gilt, kann in Deutschland schon eine Unart sein. Sowas mitzuerleben ist wirklich sehr bereichernd. Ich weiss nun wie die Menschen hier ticken und kann so besser mit ihnen umgehen. Vielleicht nehme ich ja daher ein Stueck mehr Toleranz mit. Und dann sag nochmal einer, dass wir Menschen doch alle gleich sind! Und da wird Costa Rica sicherlich nicht ein Land sein, wo der Unterschied besonders gross ist. In Asien zum Beispiel ist das bestimmt nochmal eine ganz andere Welt.
Nach dem Camp ging es fuer mich nach Puerto Rico. Dort habe ich eine Verwandte besucht, die mich fast unbekannterweise aber dennoch unglaublich herzlich aufgenommen hat. Puerto Rico hat mir sehr gut gefallen, etwas zwischen USA und Lateinamerika. Leider hatte ich etwas Pech mit dem Wetter, habe aber die 10 Tage trotzdem genossen.
Und das Geruecht stimmt. Die Frauen von Puerto Rico sind extrem huebsch!
Das Jahr ist nun vorbei und ich fuehle mich aehnlich wie vor meiner Abreise nach Costa Rica. Pure Freude und unglaubliches "Gespannt-sein". Dieses mal jedoch nicht wegen eines neuen Landes. Dieses mal, weil ich wieder zurueckkehre, mich wieder einfinden muss und die Unterschiede mir nochmal ganz stark bewusst werden. Das alles wird sehr spannend sein, denke ich. Daher, wie gesagt, freue ich mich einfach nur. Das weinende Auge wird es wohl bei dem Abschied hier nicht geben. 2 weinende Augen aber doch sicher bei meiner Ankunft in Deutschland. Bei meiner Abreise hatte ich niemals gedacht, dass ich mein Leben, Familie und Freunde so vermissen werde. Es ist nicht so einfach, sich einfach ein Neues auf die schnelle mal aufzubauen. Selbst wenn man relativ offen und unkompliziert ist, wenn ich das mal von mir behaupten darf.
Man sieht sich in Deutschland!
Christian
Montag, 2. August 2010
Montag, 14. Juni 2010
Hola liebe Mitleser
am Wochenende hatte ich noch gedacht: wow, ist ja wirklich lange her, dass ich erkaeltet oder krank war. Und schon fing es Sonntag an in meinem Hals zu kratzen. Bin nun etwas erkaeltet aber halb so wild.
Die letzten 3 Wochenende habe ich am Strand verbracht. 2 davon bei einem Freund, den ich in Deutschland kennen gelernt habe. Er ist Tico und mittlerweile wieder zurueck nach Costa Rica gezogen und idealerweise in eine Stadt namens Quepos in der Naehe von einem der meist besuchten Straende von Costa Rica: Manuel Antonio. Dazu gehoert auch ein Nationalpark, wo er arbeitet. Das letzte Wochenende habe ich gemeinsam mit einigen Freiwilligen an der Karibik verbracht. Benita (sie war mit mir in Guatemala) hatte naemlich Geburtstag und so feierten wir dies dort gemeinsam. Und wo ich schon von Guaetemala spreche, habe es geschafft Bilder hochzuladen. Das dauert leider immer eine Ewigkeit deshalb bin ich so foto-hochlade-faul. Beim durchschauen und aussuchen ist mir wieder klar geworden wie schoen es dort war. Ich hoffe dass findet ihr auch so.
Hier in Costa Rica hat nun wieder die Regenzeit angefangen. Das bedeutet unglaubliche Hitze bis Mittags und ab 15 Uhr faengt es dann an Hunde und Katzen zu regnen. Etwas nervig ist es schon, denn bei einem solchen Regen hat man keine Lust das Haus zu verlassn. Zumindest ohne Auto. Da faellt mir eine lustige Sache zu den Regenschirmen hier in Costa Rica ein: auf Spanisch unterscheidet man Regenschirme fuer Frauen und Maenner. Es gibt also ein Wort fuer Regenschrime fuer Frauen oder fuer Maenner! Verrueckte Welt! Und auch die Farbe ist strikt getrennt. Fuer Maenner schwarz und fuer Frauen in allerlei Regenbogenfarben.
Ich denke jetzt hier wirklich nurnoch daran, was ich in der letzten Zeit noch gerne machen moechte. Und die Freude wieder Nachhause zu kommen zu Familie und Freunden ist riesig, entgegen meiner Erwartung vor meiner Abreise nach Costa Rica. So lebe und denke ich nun noch von Wochenende zu Wochenende. Achja und Tanzstunden habe ich wieder.
Ansonsten ist alles beim alten, Alltag eben. Ganz lustig war es gestern das Spiel von Deutschland anzuschauen. Ich denke die Stimmung ist ganz anders wenn man im Ausland waehrend einer WM ist. Freue mich schon auf die naechsten Spiele!
Liebe Gruesse
Christian
am Wochenende hatte ich noch gedacht: wow, ist ja wirklich lange her, dass ich erkaeltet oder krank war. Und schon fing es Sonntag an in meinem Hals zu kratzen. Bin nun etwas erkaeltet aber halb so wild.
Die letzten 3 Wochenende habe ich am Strand verbracht. 2 davon bei einem Freund, den ich in Deutschland kennen gelernt habe. Er ist Tico und mittlerweile wieder zurueck nach Costa Rica gezogen und idealerweise in eine Stadt namens Quepos in der Naehe von einem der meist besuchten Straende von Costa Rica: Manuel Antonio. Dazu gehoert auch ein Nationalpark, wo er arbeitet. Das letzte Wochenende habe ich gemeinsam mit einigen Freiwilligen an der Karibik verbracht. Benita (sie war mit mir in Guatemala) hatte naemlich Geburtstag und so feierten wir dies dort gemeinsam. Und wo ich schon von Guaetemala spreche, habe es geschafft Bilder hochzuladen. Das dauert leider immer eine Ewigkeit deshalb bin ich so foto-hochlade-faul. Beim durchschauen und aussuchen ist mir wieder klar geworden wie schoen es dort war. Ich hoffe dass findet ihr auch so.
Hier in Costa Rica hat nun wieder die Regenzeit angefangen. Das bedeutet unglaubliche Hitze bis Mittags und ab 15 Uhr faengt es dann an Hunde und Katzen zu regnen. Etwas nervig ist es schon, denn bei einem solchen Regen hat man keine Lust das Haus zu verlassn. Zumindest ohne Auto. Da faellt mir eine lustige Sache zu den Regenschirmen hier in Costa Rica ein: auf Spanisch unterscheidet man Regenschirme fuer Frauen und Maenner. Es gibt also ein Wort fuer Regenschrime fuer Frauen oder fuer Maenner! Verrueckte Welt! Und auch die Farbe ist strikt getrennt. Fuer Maenner schwarz und fuer Frauen in allerlei Regenbogenfarben.
Ich denke jetzt hier wirklich nurnoch daran, was ich in der letzten Zeit noch gerne machen moechte. Und die Freude wieder Nachhause zu kommen zu Familie und Freunden ist riesig, entgegen meiner Erwartung vor meiner Abreise nach Costa Rica. So lebe und denke ich nun noch von Wochenende zu Wochenende. Achja und Tanzstunden habe ich wieder.
Ansonsten ist alles beim alten, Alltag eben. Ganz lustig war es gestern das Spiel von Deutschland anzuschauen. Ich denke die Stimmung ist ganz anders wenn man im Ausland waehrend einer WM ist. Freue mich schon auf die naechsten Spiele!
Liebe Gruesse
Christian
Montag, 24. Mai 2010
Um mal wieder von mir hoeren zu lassen...
Hallo liebe Freunde
Heute bin ich von meiner Panamacity Reise zurueckgekehrt. Mit Peter und Merle habe ich mich auf die Socken gemacht und die Reise begann am Mittwoch mit einer 16 stuendigen Busfahrt. Die Fahrt ging ueber Nacht, war allerdings trotzdem sehr anstregend.
Angekommen in Panama sind wir in ein Hostel weitergezogen, im alten Stadtteil von Panama. Panamacity ist eine sehr moderne Stadt und wir haben den westlichen Komfort, der sich uns praesentierte, wirklich genossen. Der Unterscheid zu Costa Rica ist sehr gross. Wir waren natuerlich am Panamakanal und haben die Stadt und das Nachtleben erkundet. Sehr sehr nette Leute kennen gelernt, Einheimische sowie Reisende aus der ganzen Welt im Hostel. Und wiedermal haben wir gemerkt, dass wenn man die Sprache des Landes kann, sich einem Tueren und Fenster oeffnen. Wir hatten eine super Zeit dort und ich koennte mir vorstellen dort mal ein Weilchen zu verbringen.
Nun bleiben mir noch weniger als 3 Monate hier. Ich zaehle nurnoch in Wochenenden. Am 15. Juli werde ich nach Puerto Rico reisen worauf ich mich schon sehr freue. Kolumbien ist von der Reiseliste gestrichen aufgrund von unerklaerlichen Luecken in meinem Haushaltskassenbuch...denn auch das Bier wird durch den Fall des Euros teurer!
Ich verspreche hiermit hoch und heilig Bilder von Guatemala und gleich darauf von Panama hochzuladen!
Werde mich nun wieder oefters melden.
Liebe Gruesse
Christian
Heute bin ich von meiner Panamacity Reise zurueckgekehrt. Mit Peter und Merle habe ich mich auf die Socken gemacht und die Reise begann am Mittwoch mit einer 16 stuendigen Busfahrt. Die Fahrt ging ueber Nacht, war allerdings trotzdem sehr anstregend.
Angekommen in Panama sind wir in ein Hostel weitergezogen, im alten Stadtteil von Panama. Panamacity ist eine sehr moderne Stadt und wir haben den westlichen Komfort, der sich uns praesentierte, wirklich genossen. Der Unterscheid zu Costa Rica ist sehr gross. Wir waren natuerlich am Panamakanal und haben die Stadt und das Nachtleben erkundet. Sehr sehr nette Leute kennen gelernt, Einheimische sowie Reisende aus der ganzen Welt im Hostel. Und wiedermal haben wir gemerkt, dass wenn man die Sprache des Landes kann, sich einem Tueren und Fenster oeffnen. Wir hatten eine super Zeit dort und ich koennte mir vorstellen dort mal ein Weilchen zu verbringen.
Nun bleiben mir noch weniger als 3 Monate hier. Ich zaehle nurnoch in Wochenenden. Am 15. Juli werde ich nach Puerto Rico reisen worauf ich mich schon sehr freue. Kolumbien ist von der Reiseliste gestrichen aufgrund von unerklaerlichen Luecken in meinem Haushaltskassenbuch...denn auch das Bier wird durch den Fall des Euros teurer!
Ich verspreche hiermit hoch und heilig Bilder von Guatemala und gleich darauf von Panama hochzuladen!
Werde mich nun wieder oefters melden.
Liebe Gruesse
Christian
Samstag, 17. April 2010
Guatemala und so
Ohja ich bin in tiefe Ungnade gefallen und habe schon seit fast 2 Monaten nichts von mir hoeren lassen. Ich bitte um Verzeihung.
In den vergangenen Monaten ist natuerlich mal wieder viel passiert. Anfang Maerz bin ich gemeinsam mit meiner Gastfamilie nach Guanacaste (man sagt die schoenste gegend was Straende angeht) gefahren. Jaehrlich trifft sich die Familie und faehrt gemeinsam an einen Strand. Und dieses Jahr mit deutschen Anhang! Die Hotelanlage war wunderschoen und die Gastcousine auch. Allerdings musste ich ihren verfuehrerischen Blicken, fast Anstarren, aus ihren 17 jahre alten Augen widerstehen, denn Familie bleibt Familie. Dafuer habe ich mich mit ihrem Vater umso besser verstanden. Die ganze Familie war etwas geteilt. Da gab es die Geschwister meines Gastvaters: ruhig, kein Alkohol und im Schatten sitzen. Und dann gibt es die angeheiratete Verwandschaft: Bier, lachend und mit Spass bei der Sache. Dazu gehoert dann auch der Vater meiner Gastcousine. Mit nur geringfuegigen Zoegern habe ich die 2 Tage dann mit diesem Teil der Verwandschaft verbracht. Wirklich tolle Menschen und der Beweis, dass meine Gastfamilie wirklich eine ruhige Fraktion ist.
Gemeinsam haben wir Bier getrunken, uns gegenseitig ins Wasser geworfen und Karten gespielt. Genauso wie ich es mir eben vorgestellt habe. Von diesen guten Menschen wurde ich dann die Woche darauf zum Fussballspielen eingeladen. Morgens um 8 Uhr Sonntags ging es los. Wir sind auf eine Art Campingplatz gefahren wo es 2 kleine Fussballfelder gibt. 1 1/2 Stunden Fussball spielen und rumalbern macht natuerlich durstig! Die dritte Halbzeit haben wir dann im "Biergarten" verbracht und als ich dann um 12 Uhr 6 Bier in mir hatte ging es auf den Rueckweg. Leider hat Pito (der coole Gastonkel) es sich nicht nehmen lassen, sich wieder hinters Steuer zu setzen. Es nichts passiert, aber das passiert hier wirklich sehr sehr oft. Es wird getrunken und gefahren. Vor wenigen Wochen wurde sogar die Promillegrenze von 0,5% auf 0,75% heraufgesetzt! Wie der Peter immer so schoen sagt: in diesem Land darf man nicht immer nach Gruenden fragen. Ich hatte auf jeden Fall Spass an diesem Sonntag und ein paar gute Gespraeche. Das was ich so ein wenig vermisst habe die Zeit davor.
Die Woche darauf ging es schon fuer 10 Tage nach Guatemala. Mit mir kamen Benita und Regina, zwei Freiwillige aus der Gruppe. Guatemala ist ein sehr schoenes Land zum Reisen und im Vergleich zu Costa Rica auch sehr billig, was man natuerlich immer in die Reiseplanung einbeziehen muss. Unsere Tour fuehrte uns erst an einen wunderschoenen See namens Atitlán. Umsaeumt von Vulkanen und wunderschoener Natur. Danach ging es nach Xela, einer gemuetlichen Stadt auch genannt Quetzaltenango und darauf nach Antigua. Antigua ist in der lateinamerikanischen Welt bekannt fuer die riesigen Osterprozessionen und wir hatten das Glueck sie mitzuerleben. Aus der ganzen Welt kam eine Unmenge von Menschen nach Antigua um dabei zu sein. Sehr impulsant die Prozessionen anzusehen, auch wenn ich fuer kirchliches Klim Klam normal keine Augen und/oder Verstaendnis habe. Die Sicherheitslage in Guatemala ist wohl etwas anders als in Costa Rica. Einen Sicherheitsmann in einer Apotheke oder nachts im Supermarkt mit einer Pumpgun anzutreffen, ist nun nichts neues mehr fuer mich. Aber normale Polizisten in der Stadt mit Sturmgewehren rumlaufen zu sehen, ist nochmal etwas ganz anderes. In Xela waren Benita und ich in einer Bar, wo wirklich laut Musik gespielt wurde. Dann kam die Polizei. 2 Kalaschnikovs huepften in der Hand von 2 Polizisten von einem Pick-Up, alsob es um mehr ginge als nur zu laute Musik. Nicht schoen anzusehen sowas und wieder mal ein Grund, die Zustaende in Deutschland sich ins Gedaechtnis zu rufen. Was mich zu einem anderen Zustand fuehrt. In Costa Rica hat jeder mindestens 213124543 Freunde. Wenn man jemanden kennt, ist er ein Freund. Ein Bekannter ist auch ein Freund. In Deutschland trifft man, wenn ich mal als Deutscher das Wort ergreifen darf, eher eine Auswahl bevor man jemanden als Freund bezeichnet als hier. Daher kommt es wohl auch, dass wir als Deutsche im Ausland als kuehl und unsympathisch empfunden werden. Das sind wir nicht. Fuer uns ist ein Freund eben ein Freund und ein Bekannter ein Bekannter. Und einem Freund schenken wir die Aufmerksamkeit, die er verdient. Ich will nicht sagen dass dies oder das falsch ist, ich will nur mal den Unterschied klarmachen. "Freunde" sind hier in Costa Rica naemlich mitunter sehr unzuverlaessig. Was die Puenktlichkeit angeht sowieso, aber darueber hinaus auch was die Zuverlaessigkeit generell angeht. So ist es schwer wirkliche Freunde hier zu finden, fuer mich zumindestens.
Aus Guatemala kamen wir wieder gesund zurueck und es war wiedermal eine schoene Erfahrung, ein anderes Land hier in der Gegend etwas kennen zu lernen. Es macht Spass die Unterschiede in der Sprache herauszufinden und damit zu spielen. Spanisch ist eigentlich kaum noch ein Thema fuer mich, ich denke das ist ein gutes Zeichen. Auf die "wow, du sprichst aber gut spanisch" darf man leider nicht hoeren, denn das bekommt man seit dem ersten tag hier zu hoeren.
Meine Arbeit ist weiterhin toll, wegen den Menschen mit denen ich arbeite. Ich bin sogar soweit darueber nachzudenken, wenn ich frei habe trotzdem ins Projekt zu gehen und Don Omar zu helfen. Der arme Mann Arbeit 10 Stunden am Tag und ist heilfroh ueber unsere Hilfe. Selbst wenn es dann nur 1 Tag in der Woche waere.
Ich schaue auf den Kalender und merke, dass es heute noch genau 4 Monate sind. Zeit darueber nachzudenken, was ich gerne noch machen/erreichen moechte. Dazu gehoeren nochmal Tanzstunden, Wildwasserrafting wofuer Costa Rica bekannt ist, diesen und jenen Strand in Costa Rica und auch eine Reise nach Kolumbien steht auf der Liste.
Ich berichte was ich davon verwirklichen kann. Ihr koennt also weiterhin gespannt sein!
Einen lieben Gruss aus Costa Rica
Christian
In den vergangenen Monaten ist natuerlich mal wieder viel passiert. Anfang Maerz bin ich gemeinsam mit meiner Gastfamilie nach Guanacaste (man sagt die schoenste gegend was Straende angeht) gefahren. Jaehrlich trifft sich die Familie und faehrt gemeinsam an einen Strand. Und dieses Jahr mit deutschen Anhang! Die Hotelanlage war wunderschoen und die Gastcousine auch. Allerdings musste ich ihren verfuehrerischen Blicken, fast Anstarren, aus ihren 17 jahre alten Augen widerstehen, denn Familie bleibt Familie. Dafuer habe ich mich mit ihrem Vater umso besser verstanden. Die ganze Familie war etwas geteilt. Da gab es die Geschwister meines Gastvaters: ruhig, kein Alkohol und im Schatten sitzen. Und dann gibt es die angeheiratete Verwandschaft: Bier, lachend und mit Spass bei der Sache. Dazu gehoert dann auch der Vater meiner Gastcousine. Mit nur geringfuegigen Zoegern habe ich die 2 Tage dann mit diesem Teil der Verwandschaft verbracht. Wirklich tolle Menschen und der Beweis, dass meine Gastfamilie wirklich eine ruhige Fraktion ist.
Gemeinsam haben wir Bier getrunken, uns gegenseitig ins Wasser geworfen und Karten gespielt. Genauso wie ich es mir eben vorgestellt habe. Von diesen guten Menschen wurde ich dann die Woche darauf zum Fussballspielen eingeladen. Morgens um 8 Uhr Sonntags ging es los. Wir sind auf eine Art Campingplatz gefahren wo es 2 kleine Fussballfelder gibt. 1 1/2 Stunden Fussball spielen und rumalbern macht natuerlich durstig! Die dritte Halbzeit haben wir dann im "Biergarten" verbracht und als ich dann um 12 Uhr 6 Bier in mir hatte ging es auf den Rueckweg. Leider hat Pito (der coole Gastonkel) es sich nicht nehmen lassen, sich wieder hinters Steuer zu setzen. Es nichts passiert, aber das passiert hier wirklich sehr sehr oft. Es wird getrunken und gefahren. Vor wenigen Wochen wurde sogar die Promillegrenze von 0,5% auf 0,75% heraufgesetzt! Wie der Peter immer so schoen sagt: in diesem Land darf man nicht immer nach Gruenden fragen. Ich hatte auf jeden Fall Spass an diesem Sonntag und ein paar gute Gespraeche. Das was ich so ein wenig vermisst habe die Zeit davor.
Die Woche darauf ging es schon fuer 10 Tage nach Guatemala. Mit mir kamen Benita und Regina, zwei Freiwillige aus der Gruppe. Guatemala ist ein sehr schoenes Land zum Reisen und im Vergleich zu Costa Rica auch sehr billig, was man natuerlich immer in die Reiseplanung einbeziehen muss. Unsere Tour fuehrte uns erst an einen wunderschoenen See namens Atitlán. Umsaeumt von Vulkanen und wunderschoener Natur. Danach ging es nach Xela, einer gemuetlichen Stadt auch genannt Quetzaltenango und darauf nach Antigua. Antigua ist in der lateinamerikanischen Welt bekannt fuer die riesigen Osterprozessionen und wir hatten das Glueck sie mitzuerleben. Aus der ganzen Welt kam eine Unmenge von Menschen nach Antigua um dabei zu sein. Sehr impulsant die Prozessionen anzusehen, auch wenn ich fuer kirchliches Klim Klam normal keine Augen und/oder Verstaendnis habe. Die Sicherheitslage in Guatemala ist wohl etwas anders als in Costa Rica. Einen Sicherheitsmann in einer Apotheke oder nachts im Supermarkt mit einer Pumpgun anzutreffen, ist nun nichts neues mehr fuer mich. Aber normale Polizisten in der Stadt mit Sturmgewehren rumlaufen zu sehen, ist nochmal etwas ganz anderes. In Xela waren Benita und ich in einer Bar, wo wirklich laut Musik gespielt wurde. Dann kam die Polizei. 2 Kalaschnikovs huepften in der Hand von 2 Polizisten von einem Pick-Up, alsob es um mehr ginge als nur zu laute Musik. Nicht schoen anzusehen sowas und wieder mal ein Grund, die Zustaende in Deutschland sich ins Gedaechtnis zu rufen. Was mich zu einem anderen Zustand fuehrt. In Costa Rica hat jeder mindestens 213124543 Freunde. Wenn man jemanden kennt, ist er ein Freund. Ein Bekannter ist auch ein Freund. In Deutschland trifft man, wenn ich mal als Deutscher das Wort ergreifen darf, eher eine Auswahl bevor man jemanden als Freund bezeichnet als hier. Daher kommt es wohl auch, dass wir als Deutsche im Ausland als kuehl und unsympathisch empfunden werden. Das sind wir nicht. Fuer uns ist ein Freund eben ein Freund und ein Bekannter ein Bekannter. Und einem Freund schenken wir die Aufmerksamkeit, die er verdient. Ich will nicht sagen dass dies oder das falsch ist, ich will nur mal den Unterschied klarmachen. "Freunde" sind hier in Costa Rica naemlich mitunter sehr unzuverlaessig. Was die Puenktlichkeit angeht sowieso, aber darueber hinaus auch was die Zuverlaessigkeit generell angeht. So ist es schwer wirkliche Freunde hier zu finden, fuer mich zumindestens.
Aus Guatemala kamen wir wieder gesund zurueck und es war wiedermal eine schoene Erfahrung, ein anderes Land hier in der Gegend etwas kennen zu lernen. Es macht Spass die Unterschiede in der Sprache herauszufinden und damit zu spielen. Spanisch ist eigentlich kaum noch ein Thema fuer mich, ich denke das ist ein gutes Zeichen. Auf die "wow, du sprichst aber gut spanisch" darf man leider nicht hoeren, denn das bekommt man seit dem ersten tag hier zu hoeren.
Meine Arbeit ist weiterhin toll, wegen den Menschen mit denen ich arbeite. Ich bin sogar soweit darueber nachzudenken, wenn ich frei habe trotzdem ins Projekt zu gehen und Don Omar zu helfen. Der arme Mann Arbeit 10 Stunden am Tag und ist heilfroh ueber unsere Hilfe. Selbst wenn es dann nur 1 Tag in der Woche waere.
Ich schaue auf den Kalender und merke, dass es heute noch genau 4 Monate sind. Zeit darueber nachzudenken, was ich gerne noch machen/erreichen moechte. Dazu gehoeren nochmal Tanzstunden, Wildwasserrafting wofuer Costa Rica bekannt ist, diesen und jenen Strand in Costa Rica und auch eine Reise nach Kolumbien steht auf der Liste.
Ich berichte was ich davon verwirklichen kann. Ihr koennt also weiterhin gespannt sein!
Einen lieben Gruss aus Costa Rica
Christian
Sonntag, 28. Februar 2010
Ein halbes jahr in Costa Rica
Wieder hoechste Zeit etwas zu berichten.
Vor etwa einem Monat hatte ich mein Halbjahrescamp mit meiner Organisation. Es diente dazu, das vergangene halbe Jahr Revue passieren zu lassen und sich Gedanken ueber das noch verbleibende halbe Jahr zu machen. Ich muss sagen, dass ich waehrend des Camps und auch danach mir viel Gedanken gemacht habe. Um es kurz zu machen: die Situation bei meiner Arbeit und in meiner Familie ist sicherlich nicht perfekt. Bei meiner Arbeit beschraenken sich meine Leistungen fast nur auf koerperliche Arbeit und in meiner Familie fuehle ich mich die meiste Zeit immernoch als Gast. Ich sollte aber nicht vergessen, dass ich es ohne Probleme auch haette schlechter haben koennen. Vielleicht sollte ich mir nicht so viel Gedanken ueber die Situation machen und weiter lernen mich damit zu arrangieren. Ich denke da kommt einfach die typische deutsche "Meckermentalitaet" in mir auf. Trotzdem habe ich daran gedacht die Familie zu wechseln. Dabei hatte ich mich aber auch daran erinnert, was ein mal jemand von der Organisation zu mir gesagt hat: Wenn jemand die Familie wechseln will ist der Grund dafuer in den meisten Faellen nicht die Familie, sondern die Person selbst. Der Wechsel haette mich vielleicht gluecklicher gemacht(genauso waere es aber moeglich gewesen,dass sich die Situation verschlechtert), aber trotzdem kommt es ja Weglaufen vor einem Problem gleich. Wie auch immer. Letztendlich habe ich mich entschieden hier zu bleiben, denn wirklich schlecht habe ich es nicht!
Nach dem Camp kam mein Bruder zu Besuch. Es war wirklich spannend aber auch ernuechternd zu sehen, was seine ersten und zweiten Eindruecke von dem Land waren. Ich hatte mich dabei an meine Eindruecke erinnert und wie ich es zuerst empfandt, als ich hier ankam. Was ganz lustig ist: in Gespraechen mit meinem Bruder ueber Costa Rica habe ich eine beschuetzende Haltung eingenommen. Mir hat es nicht gefallen wenn ich was schlechtes ueber CR hoerte, denn man muss hier eben alles in Relation zu anderen Laendern in Mittelamerika sehen. Nach 2 Wochen verabschiedete sich wieder mein Bruder von mir und ich waere gerne mitgeflogen! Ich fuehle mich so alsob ich in Costa Rica nach 6 Monaten schon fast alles gesehen habe. Es ist eben ein kleines Land. Umsomehr hat mich nun die Reiselust in andere lateinamerikanische Laender gepackt. Fuer die Osterwoche werde ich nach Guatemala reisen und ansonsten bin ich tuechtig am Reiseziele suchen. Gute Ratschlaege sind gerne gesehen :-)
Nun muss ich aber auch mal ein grossen Dank aussprechen. Naemlich an Peter und Merle. Ich wuesste nicht wie ich die Zeit hier ohne die zwei aushalten wuerde. Es ist immer toll mit Ihnen etwas zu unternehmen und wenn wir uns eine Weile nicht sehen, haben wir uns jede Menge zu erzaehlen. Danke, dass ihr mich so nehmt wie ich bin.
Letzten Dienstag habe ich wieder mit der Arbeit begonnen nach etwa 2 1/2 Monaten Urlaub. Das Wiedersehen mit dem Personal war sehr herzlich und ich freute mich wieder zurueck zu sein. In dieser Woche kamen schon die ersten Jungs wieder an, denn das Projektjahr faengt erst am Montag an. Ich erkannte einige Gesichter wieder und mit einigen redete ich alsob man sich schon lange kenne. Die Arbeit in dieser Woche war hart. Es gab viel zu tun, denn es wurde eine neue Albergue (Haus wo die Jungs leben) gebaut, die neue moebeliert werden musste. Ausserdem muss nun 1 Mal im Monat die Nahrung ausgefahren werden, was wir normal jede Woche gemacht hatten...geschwitzt habe ich an diesem Tag nicht zu knapp. Das lag aber auch daran, dass es nun Sommer hier wird. Selbst in Cartago, wo es normalerweise gemaessigter zugeht, wird es nun unangenehm warm.
Das naechste Wochenende werde ich zusammen mit meiner Gastfamilie verbringen. Die ganze Familie macht ein mal im Jahr einen Ausflug ans Meer und ich werde mitkommen. Ich freue mich darauf, denn auch die restlichen Verwandten sind tolle Menschen. Ansonsten kann ich mich ueber mein gesellschaftliches Leben nicht beklagen. Ich hatte fuer etwa 2 Monate eine Freundin hier und es war eine tolle Erfahrung und hat mir auch im Spanisch weitergeholfen. Letztendlich ist das Jahr aber zu kurz fuer eine feste Beziehung denke ich. No vale la pena :-)
Ich melde mich, sobald ich wieder Lust dazu empfinde.
Liebe Gruesse nach Deutschland
Christian
ps: Ich habe es geschafft wunderschoene Kubabilder hochzuladen, siehe rechts!
Vor etwa einem Monat hatte ich mein Halbjahrescamp mit meiner Organisation. Es diente dazu, das vergangene halbe Jahr Revue passieren zu lassen und sich Gedanken ueber das noch verbleibende halbe Jahr zu machen. Ich muss sagen, dass ich waehrend des Camps und auch danach mir viel Gedanken gemacht habe. Um es kurz zu machen: die Situation bei meiner Arbeit und in meiner Familie ist sicherlich nicht perfekt. Bei meiner Arbeit beschraenken sich meine Leistungen fast nur auf koerperliche Arbeit und in meiner Familie fuehle ich mich die meiste Zeit immernoch als Gast. Ich sollte aber nicht vergessen, dass ich es ohne Probleme auch haette schlechter haben koennen. Vielleicht sollte ich mir nicht so viel Gedanken ueber die Situation machen und weiter lernen mich damit zu arrangieren. Ich denke da kommt einfach die typische deutsche "Meckermentalitaet" in mir auf. Trotzdem habe ich daran gedacht die Familie zu wechseln. Dabei hatte ich mich aber auch daran erinnert, was ein mal jemand von der Organisation zu mir gesagt hat: Wenn jemand die Familie wechseln will ist der Grund dafuer in den meisten Faellen nicht die Familie, sondern die Person selbst. Der Wechsel haette mich vielleicht gluecklicher gemacht(genauso waere es aber moeglich gewesen,dass sich die Situation verschlechtert), aber trotzdem kommt es ja Weglaufen vor einem Problem gleich. Wie auch immer. Letztendlich habe ich mich entschieden hier zu bleiben, denn wirklich schlecht habe ich es nicht!
Nach dem Camp kam mein Bruder zu Besuch. Es war wirklich spannend aber auch ernuechternd zu sehen, was seine ersten und zweiten Eindruecke von dem Land waren. Ich hatte mich dabei an meine Eindruecke erinnert und wie ich es zuerst empfandt, als ich hier ankam. Was ganz lustig ist: in Gespraechen mit meinem Bruder ueber Costa Rica habe ich eine beschuetzende Haltung eingenommen. Mir hat es nicht gefallen wenn ich was schlechtes ueber CR hoerte, denn man muss hier eben alles in Relation zu anderen Laendern in Mittelamerika sehen. Nach 2 Wochen verabschiedete sich wieder mein Bruder von mir und ich waere gerne mitgeflogen! Ich fuehle mich so alsob ich in Costa Rica nach 6 Monaten schon fast alles gesehen habe. Es ist eben ein kleines Land. Umsomehr hat mich nun die Reiselust in andere lateinamerikanische Laender gepackt. Fuer die Osterwoche werde ich nach Guatemala reisen und ansonsten bin ich tuechtig am Reiseziele suchen. Gute Ratschlaege sind gerne gesehen :-)
Nun muss ich aber auch mal ein grossen Dank aussprechen. Naemlich an Peter und Merle. Ich wuesste nicht wie ich die Zeit hier ohne die zwei aushalten wuerde. Es ist immer toll mit Ihnen etwas zu unternehmen und wenn wir uns eine Weile nicht sehen, haben wir uns jede Menge zu erzaehlen. Danke, dass ihr mich so nehmt wie ich bin.
Letzten Dienstag habe ich wieder mit der Arbeit begonnen nach etwa 2 1/2 Monaten Urlaub. Das Wiedersehen mit dem Personal war sehr herzlich und ich freute mich wieder zurueck zu sein. In dieser Woche kamen schon die ersten Jungs wieder an, denn das Projektjahr faengt erst am Montag an. Ich erkannte einige Gesichter wieder und mit einigen redete ich alsob man sich schon lange kenne. Die Arbeit in dieser Woche war hart. Es gab viel zu tun, denn es wurde eine neue Albergue (Haus wo die Jungs leben) gebaut, die neue moebeliert werden musste. Ausserdem muss nun 1 Mal im Monat die Nahrung ausgefahren werden, was wir normal jede Woche gemacht hatten...geschwitzt habe ich an diesem Tag nicht zu knapp. Das lag aber auch daran, dass es nun Sommer hier wird. Selbst in Cartago, wo es normalerweise gemaessigter zugeht, wird es nun unangenehm warm.
Das naechste Wochenende werde ich zusammen mit meiner Gastfamilie verbringen. Die ganze Familie macht ein mal im Jahr einen Ausflug ans Meer und ich werde mitkommen. Ich freue mich darauf, denn auch die restlichen Verwandten sind tolle Menschen. Ansonsten kann ich mich ueber mein gesellschaftliches Leben nicht beklagen. Ich hatte fuer etwa 2 Monate eine Freundin hier und es war eine tolle Erfahrung und hat mir auch im Spanisch weitergeholfen. Letztendlich ist das Jahr aber zu kurz fuer eine feste Beziehung denke ich. No vale la pena :-)
Ich melde mich, sobald ich wieder Lust dazu empfinde.
Liebe Gruesse nach Deutschland
Christian
ps: Ich habe es geschafft wunderschoene Kubabilder hochzuladen, siehe rechts!
Dienstag, 26. Januar 2010
Cuba mi perla
Nun ist es schonwieder 1 Woche her, dass ich aus Cuba zurueck bin.

Die Merle und ich, hatten uns dazu entschlossen uns als "Individualtouristen" in Cuba zu versuchen. Das heisst, dass wir uns nicht einfach in ein Hotel einquartieren wollten. Zufaellig war dann noch Manuel zur gleichen Zeit in Kuba und so haben wir uns entschlossen zu dritt Kuba zu erleben.
Wir haben unsere Naechte immer in casas particulares verbracht. Wie schon beschrieben sind das Familien die meist 1 Zimmer vermieten. Dabei hatten wir gleich bei unserer ersten Wahl in La Havanna sehr viel Glueck. Wir kamen bei Carlos unter, der zusammen mit seiner Tochter und seiner Mutter im Zentrum von Havanna wohnt.

Ein liebenswerter Mann und ganz anders, was man sonst von Kubanern im Internet liest. Ich hatte mich naemlich vor der Reise via Internet informiert. Da wurde viel davon gesprochen, dass jeder einzelner Kubaner versucht die Touristen uebers Ohr zu hauen. Sei es beim Geldwechsel, im Restaurant oder wenn man auf der Strasse angesprochen wird und nur ein freundschaftlicher Dienst angeboten wird, der daraufhin bezahlt werden muss. Nach 3 Tagen hatten wir uns mit Carlos so gut verstanden, dass er uns am vorerst letzten Abend von unserem Havanna Aufenthalt zu Freunden von sich eingeladen hatte. Ohne Uebertreibung kann ich wohl sagen, dass dies einer der tollsten Abende war die ich in diesem halben Jahr verbracht habe. Wir haben zusammen erzaehlt, getrunken, gegessen und zusammen gesungen. Jorge, der Hausherr, ist Musiker und gab einige cubanische Klassiker zum besten. Gaensehaut war unvermeidlich und wir konnten es nicht fassen uns in diesem Moment dort zu befinden.

Unsere neuen cubanischen Freunde und wir:

Nach einem Abschied von Havanna mit Aussichten auf ein baldiges Wiedersehen, machten wir uns auf Richtung Cienfuegos mit einem gemieteten Auto. Eine wunderschoene Stadt, die man gesehen haben muss. In Cienfuegos verbesserte sich dann auch das Wetter wieder. Man darf es ja eigentlich nicht erzaehlen aber...ja, die ersten Tage war es wirklich bitter kalt auf Cuba, gepaart mit Regen. Und da wir schon die Temeperaturen von Costa Rica gewohnt sind, war das etwas deprimierend. Aber wie gesagt, es verbesserte sich. Auf dem Weg von Cienfuegos nach Trinidad kam es dann zu der verhaengnisvollen Entscheidung an einem Strand halt zu machen. Es war toll das schoene Wetter und die Temperatur wieder zu geniessen, jedoch entschloss sich der Autoschluessel unseres gemieteten Autos dazu, sich im Sand des Strandes "Playa Ingles" vor uns zu verstecken. Dabei hat er gute Arbeit geleistet und wir konnten ihn nicht wieder aufspueren. Mithilfe eines sehr netten Angestellten eines nahegelegenen Campingplatzes haben wir es geschafft, die Autovermietung zu erreichen. Nach etwas Wartezeit kam ein Mechaniker und oeffnete uns das Auto. Daraufhin konnten wir die reise fortsetzen und Trinidad und Santa Clara sehen. In Trinidad haben wir dann einen wunderschoenen Strand namens "Playa Ancon" besucht.

Zurueck in Havanna haben wir uns dann natuerlich wieder bei Carlos einquartiert. Leider leideten Merle und ich an diesem und dem folgenden Tag an Durchfall. Tja und ich weiss auch von was! In Trinidad, an einem felsigen abschnitt des Meeres,
begegnete uns Raúl. Ein netter Kubaner der uns viel von seinem Leben, seinem Bestreben ins Ausland zu fluechten und von der kubanischen Situation erzaehlte. Einige Textzeilen aus seinen Erzaehlungen: "Das Regime ist verrueckt; Ich bin 38 und besitze nichtmal ein Fahrrad; Ich kenne nur einen wahren Sozialisten und das war José Martí, er sagte: Du hast keine Schuhe? Dann ziehe ich meine auch aus, nun sind wir gleich; Ich brauche nur eine Frau um hier wegzukommen. Auch wenn sie 60 ist,ich heirate sie." Wir hatten ein super Gespraech mit ihm und kauften ihm ein Mittagessen mit Mantarochenfleisch ab. Mantarochenfleisch? Ja Christian, hinterher ist man immer schlauer. Es hatte sogar geschmeckt, jedoch haette mich das in der Sonne liegende Fleisch vieleicht doch misstrauisch stimmen sollen. Kurzum: die folgenden 2 Tage und Naechte geschahen schreckliche Dinge auf den kubanischen Toiletten...aber lassen wir das.
Zurueck bei Carlos in Havanna haben wir uns dann noch etwas mehr Havanna angeschaut, diesmal bei besseren Temperaturen. Hier der malecón

An unserem letzten Abend wurden wir dann wieder zu Jorge und Freunden eingeladen. Quasi eine Abschiedsfeier fuer uns. Neben tollen Gespraechen kam dazu noch jede Menge tanzen und so durfte ich erfahren, wie Salsa auf Cuba getanzt wird. Etwas anderes aber gefaellt mir trotzdem.
Es war einfach toll die Zeit mit den Menschen dort zu verbringen: wir haben zusammen Domino auf der Dachterrasse gespielt, mit einem atemberaubendem Blick ueber Havanna

natuerlich Rum getrunken, die Meinung ueber die Deutschen verbessert und Freundschaft geschlossen.
Der Schluessel dazu war wohl absolut das Spanisch. Somit hatten wir wohl einen Urlaub von dem nicht jeder erzaehlen kann. Am naechsten Morgen kamen dann nochmal Hugo und seine Frau, um uns in der Wohnung von Carlos zu verabschieden. Sie gaben uns dann noch selbst gebrannte CD´s mit kubanischer Musik mit. Einfach toll!
Mit einem: "Ihr habt jetzt Freunde in Kuba" wurden wir auf die Taxifahrt zum Flughafen entlassen.
Nichts desto trotz muss ich sagen, dass Kuba wohl kein perfektes Reiseziel ist, wenn man einen sorgenfreien Urlaub geniessen will. Zumindest nicht fuer Inidivdiualtouristen. Es war interessant die Situation dort mitzuerleben und sich mit Kubanern auszutauschen. Es hat mir wirklich gefallen, jedoch muss man mit seinen Erwartungen vorsichtig sein, denn das was man in Europa von Cuba mitbekommt (zumindest ich): Sonne, Strand, Rum, huebsche Frauen und gutes Wetter ist nur die halbe Wahrheit. Viele Menschen die dort leben sind ungluecklich, siehe Raúl oder Hugo und seine Frau, die bald nach Irland auswandern werden, weil sie so nicht mehr leben wollen.
Um einige Erfahrungen reicher bin ich dann wieder nach Costa Rica zurueck gekehert. Desweilen haben mich meine Gefuehle etwas verwirrt. Ich hatte wieder Lust "Nachhause" zurueck zu kehren. Jedoch ist dieses Zuhause in Costa Rica nicht "mein Zuhause" worauf ich mich gefreut hatte und das nach meiner Definition eben "mein Zuhause" ist! Vielleicht eine Bestaetigung dafuer, dass ich mich hier doch ganz wohl fuehle. Vielleicht befindet sich dort das Zuhause, wo man eben schon etwas laenger wohnt...das muss wohl offen bleiben.
Heute ist Dienstag und schon am Freitag werde ich mit meiner Organisation das 3 taegige Halbzeitcamp haben. Danach wird mich mein Bruder fuer 2 Wochen besuchen, worauf ich mich auch schon sehr freue.
Liebste Gruesse in die kalte Heimat
Christian
Die Merle und ich, hatten uns dazu entschlossen uns als "Individualtouristen" in Cuba zu versuchen. Das heisst, dass wir uns nicht einfach in ein Hotel einquartieren wollten. Zufaellig war dann noch Manuel zur gleichen Zeit in Kuba und so haben wir uns entschlossen zu dritt Kuba zu erleben.
Wir haben unsere Naechte immer in casas particulares verbracht. Wie schon beschrieben sind das Familien die meist 1 Zimmer vermieten. Dabei hatten wir gleich bei unserer ersten Wahl in La Havanna sehr viel Glueck. Wir kamen bei Carlos unter, der zusammen mit seiner Tochter und seiner Mutter im Zentrum von Havanna wohnt.
Ein liebenswerter Mann und ganz anders, was man sonst von Kubanern im Internet liest. Ich hatte mich naemlich vor der Reise via Internet informiert. Da wurde viel davon gesprochen, dass jeder einzelner Kubaner versucht die Touristen uebers Ohr zu hauen. Sei es beim Geldwechsel, im Restaurant oder wenn man auf der Strasse angesprochen wird und nur ein freundschaftlicher Dienst angeboten wird, der daraufhin bezahlt werden muss. Nach 3 Tagen hatten wir uns mit Carlos so gut verstanden, dass er uns am vorerst letzten Abend von unserem Havanna Aufenthalt zu Freunden von sich eingeladen hatte. Ohne Uebertreibung kann ich wohl sagen, dass dies einer der tollsten Abende war die ich in diesem halben Jahr verbracht habe. Wir haben zusammen erzaehlt, getrunken, gegessen und zusammen gesungen. Jorge, der Hausherr, ist Musiker und gab einige cubanische Klassiker zum besten. Gaensehaut war unvermeidlich und wir konnten es nicht fassen uns in diesem Moment dort zu befinden.
Unsere neuen cubanischen Freunde und wir:
Nach einem Abschied von Havanna mit Aussichten auf ein baldiges Wiedersehen, machten wir uns auf Richtung Cienfuegos mit einem gemieteten Auto. Eine wunderschoene Stadt, die man gesehen haben muss. In Cienfuegos verbesserte sich dann auch das Wetter wieder. Man darf es ja eigentlich nicht erzaehlen aber...ja, die ersten Tage war es wirklich bitter kalt auf Cuba, gepaart mit Regen. Und da wir schon die Temeperaturen von Costa Rica gewohnt sind, war das etwas deprimierend. Aber wie gesagt, es verbesserte sich. Auf dem Weg von Cienfuegos nach Trinidad kam es dann zu der verhaengnisvollen Entscheidung an einem Strand halt zu machen. Es war toll das schoene Wetter und die Temperatur wieder zu geniessen, jedoch entschloss sich der Autoschluessel unseres gemieteten Autos dazu, sich im Sand des Strandes "Playa Ingles" vor uns zu verstecken. Dabei hat er gute Arbeit geleistet und wir konnten ihn nicht wieder aufspueren. Mithilfe eines sehr netten Angestellten eines nahegelegenen Campingplatzes haben wir es geschafft, die Autovermietung zu erreichen. Nach etwas Wartezeit kam ein Mechaniker und oeffnete uns das Auto. Daraufhin konnten wir die reise fortsetzen und Trinidad und Santa Clara sehen. In Trinidad haben wir dann einen wunderschoenen Strand namens "Playa Ancon" besucht.
Zurueck in Havanna haben wir uns dann natuerlich wieder bei Carlos einquartiert. Leider leideten Merle und ich an diesem und dem folgenden Tag an Durchfall. Tja und ich weiss auch von was! In Trinidad, an einem felsigen abschnitt des Meeres,
begegnete uns Raúl. Ein netter Kubaner der uns viel von seinem Leben, seinem Bestreben ins Ausland zu fluechten und von der kubanischen Situation erzaehlte. Einige Textzeilen aus seinen Erzaehlungen: "Das Regime ist verrueckt; Ich bin 38 und besitze nichtmal ein Fahrrad; Ich kenne nur einen wahren Sozialisten und das war José Martí, er sagte: Du hast keine Schuhe? Dann ziehe ich meine auch aus, nun sind wir gleich; Ich brauche nur eine Frau um hier wegzukommen. Auch wenn sie 60 ist,ich heirate sie." Wir hatten ein super Gespraech mit ihm und kauften ihm ein Mittagessen mit Mantarochenfleisch ab. Mantarochenfleisch? Ja Christian, hinterher ist man immer schlauer. Es hatte sogar geschmeckt, jedoch haette mich das in der Sonne liegende Fleisch vieleicht doch misstrauisch stimmen sollen. Kurzum: die folgenden 2 Tage und Naechte geschahen schreckliche Dinge auf den kubanischen Toiletten...aber lassen wir das.
Zurueck bei Carlos in Havanna haben wir uns dann noch etwas mehr Havanna angeschaut, diesmal bei besseren Temperaturen. Hier der malecón
An unserem letzten Abend wurden wir dann wieder zu Jorge und Freunden eingeladen. Quasi eine Abschiedsfeier fuer uns. Neben tollen Gespraechen kam dazu noch jede Menge tanzen und so durfte ich erfahren, wie Salsa auf Cuba getanzt wird. Etwas anderes aber gefaellt mir trotzdem.
Es war einfach toll die Zeit mit den Menschen dort zu verbringen: wir haben zusammen Domino auf der Dachterrasse gespielt, mit einem atemberaubendem Blick ueber Havanna
natuerlich Rum getrunken, die Meinung ueber die Deutschen verbessert und Freundschaft geschlossen.
Der Schluessel dazu war wohl absolut das Spanisch. Somit hatten wir wohl einen Urlaub von dem nicht jeder erzaehlen kann. Am naechsten Morgen kamen dann nochmal Hugo und seine Frau, um uns in der Wohnung von Carlos zu verabschieden. Sie gaben uns dann noch selbst gebrannte CD´s mit kubanischer Musik mit. Einfach toll!
Mit einem: "Ihr habt jetzt Freunde in Kuba" wurden wir auf die Taxifahrt zum Flughafen entlassen.
Nichts desto trotz muss ich sagen, dass Kuba wohl kein perfektes Reiseziel ist, wenn man einen sorgenfreien Urlaub geniessen will. Zumindest nicht fuer Inidivdiualtouristen. Es war interessant die Situation dort mitzuerleben und sich mit Kubanern auszutauschen. Es hat mir wirklich gefallen, jedoch muss man mit seinen Erwartungen vorsichtig sein, denn das was man in Europa von Cuba mitbekommt (zumindest ich): Sonne, Strand, Rum, huebsche Frauen und gutes Wetter ist nur die halbe Wahrheit. Viele Menschen die dort leben sind ungluecklich, siehe Raúl oder Hugo und seine Frau, die bald nach Irland auswandern werden, weil sie so nicht mehr leben wollen.
Um einige Erfahrungen reicher bin ich dann wieder nach Costa Rica zurueck gekehert. Desweilen haben mich meine Gefuehle etwas verwirrt. Ich hatte wieder Lust "Nachhause" zurueck zu kehren. Jedoch ist dieses Zuhause in Costa Rica nicht "mein Zuhause" worauf ich mich gefreut hatte und das nach meiner Definition eben "mein Zuhause" ist! Vielleicht eine Bestaetigung dafuer, dass ich mich hier doch ganz wohl fuehle. Vielleicht befindet sich dort das Zuhause, wo man eben schon etwas laenger wohnt...das muss wohl offen bleiben.
Heute ist Dienstag und schon am Freitag werde ich mit meiner Organisation das 3 taegige Halbzeitcamp haben. Danach wird mich mein Bruder fuer 2 Wochen besuchen, worauf ich mich auch schon sehr freue.
Liebste Gruesse in die kalte Heimat
Christian
Donnerstag, 7. Januar 2010
Frohes Neues Jahr aus Costa Rica
Nein ich habe meinen Blog nicht vergessen auch wenn es so scheint. Ich denke oft darueber nach was ich gerne schreiben moechte und bilde so meine Posts erst im Kopf.
Ich beginne einfach mal zeitlich geordnet ab Dezember an zu erzaehlen. Ich glaube es war die zweite Dezemberwoche in der mich meine Gastfamilie zum ersten mal zu einem Ausflug eingeladen hatte. Die ganze Familie fuhr fuer 2 Tage an den Vulkan Arenal in einer wunderschoenen Gegend namens La Fortuna. Wir hatten sogar Glueck und konnten am ersten Tag mit einer freien Sicht den Vulkan und seine charakteristische Kegelform, die nur er unter den Vulkanen in Costa Rica hat, bewundern. Der Vulkan Arenal ist einer der aktivsten Vulkane in der Welt und mit etwas Glueck kann man nachts die blutrote spritzende Lava im Dunkeln aufblitzen sehen, was uns leider verwehert blieb. Alles in allem war es ein schoener Trip und ich konnte mich zumindest etwas mehr in die Familie einfuegen.
Kurz vor Weihnachten kam dann das bisherige Highlight was Ausfluege angeht. Peter, Merle, Johannes(ein weiterer Freiwilliger und Freund von Peter), Fiorella(Gastschwester von Peter), Laura(amiga von Laura) und meine Wenigkeit, zusammen fuhren wir fuer 5 Tage nach Bocas del Toro, Panama. Bocas ist ein Ort, vielmehr eine wunderschoene Inselgruppierung, nahe der Costa Rica-Panama Grenze an der Karibikkueste. Die Natur, das Wasser, die Straende sind dort atemberaubend schoen. An einem Tag haben wir eine Tour gemacht die uns zum Schnorcheln an einem Korallenriff was unglaublich viel spass gemacht hat, einem Nationalpark mit dem schoensten Strand den ich je gesehen habe und zu einem Mittagessen auf einem fuer Bocas charakteristischen Haus gebaut mit Stelzen auf dem Wasser, brachte. Wir hatten auch Glueck mit unserem Hotelzimmer. Ein Zimmer mit 6 Betten fuer uns mit eigenem Balkon ueber dem Wasser: perfekt! Um Nachts dann von Insel zu Insel bzw. von Bar zu Bar zu kommen, benutzt man Wassertaxis. Sehr lustige Sache um diese Uhrzeiten, mit diesem Pegel(nicht der Wasserpegel). Ich schwaerme noch heute von diesen paar Tagen. Es hatte wirklich alles gestimmt und die Atmosphere war super angenehm.
Nun zu der Weihnachtszeit. Ihr werdet euch sicherlich Fragen wie sich die Weihnachtsstimmung hier eingestellt hat. Da mir eigentlich auch in Deutschland so ein Gefuehl fremd ist und mir mehr Schein als Sein zu sein scheint, ist mir das hier nicht begegnet. Ich kann mir allerdings gut vorstellen dass es bei 25 Grad und mehr nicht einfach ist so ein Gefuehl zu entwickeln. Weihnachtsschmuck und co. hingen allerdings schon vereinzelt seit Anfang November. Auch gerne ab Ende Oktober. Heiligabend wird anders gefeiert. Um 12 Uhr Nachts wird sich umarmt und sich Feliz Navidad gewuenscht. Fast eben wie bei Neujahr. Ansonsten gibt es aber keine grossen Unterschiede. Gegessen wird viel und in dieser Zeit besonders viel Tamales. Das sind...ich sag mal Teigquadrate gefuellt mit Reis, Bohnen, Gemuese usw. eingewickelt in Bananenblaettern. Schmeckt gut und saettigt sehr.
In der Weihnachtszeit gibt es hier in Zapote, ein Stadtteil von San Jose, jedes Jahr die Weihnachtsfiestas. Dazu gibt es jede Menge Fahrgeschaefte usw. eben wie eine Kirmes. Aber das Highlight: Toros a la Tica. Man sagt: in Mexico bringen die Menschen die Stiere um, in Costa Rica die Stiere die Menschen. In eine Arena wo das blutgierige Volk Platz nimmt, werden wilde Stiere gelassen. 150 Menschen haben dabei das Recht sich zum Stier unten in die Arena zu begeben. Der Stier jagt die Jungs, manchmal erwischt er einen. Hoert sich langweilig an ist aber ein Spass anzusehen. Das habe ich mir 2 mal angeschaut, was sich wirklich gelohnt hat.
Silvester habe ich zusammen mit Peter, Johannes der mit einer anderen Organisation hier ist und Laura verbracht. Lauras Patentante hatte eine Hausparty organisiert wozu wir eingeladen wurden. An Silvester gibt es in Costa Rica einen Brauch. Man laeuft mit einem Koffer eine Strasse hoch und runter. Es soll Glueck bringen, dann bin ich ja mal gespannt :-)
Am Neujahrestag dann hat sich fast die gesamte Familie meines Gastvaters auf der Finca meiner Gasteltern versammelt. Es gab leckeres Essen und ein gutes Gespraech mit meiner suessen Gastcousine. Abgesehen davon war es aber auch fuer Costa Rica Verhaeltnisse bitter kalt dort oben, was meinem Kater nicht gerade zurecht kam.
Ich bin nun schon seit Mitte Dezember in den Ferien die noch bis Ende Februar fuer mich dauern werden. Natuerlich eine grosse Chance zu reisen! Schon morgen werde ich mich zusammen mit Merle in eine andere Welt begeben: Kuba. 10 Tage werden wir dort verbringen und ich freue mich sehr darauf. Fuer die ersten 3 Tage habe ich schon in Havanna eine casa particula dort reserviert. Casas particulares sind eigentlich nichts anderes als Zimmer in Haeusern von kubanischen Familien. Diese haben dafuer eine Lizenz und so droht uns kein Gefaengnis, auch wenn wir in Kontakt mit der einheimichen Bevoelkerung kommen.
Was gibt es noch zu erzaehlen...wo wir schon bei Vulkanen waren: ein zunaechst unaktiver Vulkan nahe meiner Stadt Cartago hat sich umentschieden und spuckt seit wenigen Tagen weissen Rauch. Wenn der Wind schlecht steht kommt dieser Rauch ueber Cartago und huellt alles in weiss. Und was ich ganz vergessen hatte, ein Erdbeben hatte ich auch schon miterlebt. Schon etwas laenger her...nachmittags war ich gerade in der Aufwachphase nach meinem Mittagsschlaf als es ploetzlich rumste. Fuehlte sich an alsob ein LKW gegen das Haus gefahren ist. Im Nebenzimmer ging ein Glas zubruch aber mehr geschah nicht. Auf der Richterskala 5.1! Man muss ja alles mal mitmachen.
Ich gruesse nun einmal speziell alle, die regelmaessig mitlesen. Es freut mich zu sehen, dass es euch intressiert!
Nach Kuba werde ich wieder Bilder hochladen. Versprochen!
Liebe Gruesse in die geliebte Heimat
Christian
Ich beginne einfach mal zeitlich geordnet ab Dezember an zu erzaehlen. Ich glaube es war die zweite Dezemberwoche in der mich meine Gastfamilie zum ersten mal zu einem Ausflug eingeladen hatte. Die ganze Familie fuhr fuer 2 Tage an den Vulkan Arenal in einer wunderschoenen Gegend namens La Fortuna. Wir hatten sogar Glueck und konnten am ersten Tag mit einer freien Sicht den Vulkan und seine charakteristische Kegelform, die nur er unter den Vulkanen in Costa Rica hat, bewundern. Der Vulkan Arenal ist einer der aktivsten Vulkane in der Welt und mit etwas Glueck kann man nachts die blutrote spritzende Lava im Dunkeln aufblitzen sehen, was uns leider verwehert blieb. Alles in allem war es ein schoener Trip und ich konnte mich zumindest etwas mehr in die Familie einfuegen.
Kurz vor Weihnachten kam dann das bisherige Highlight was Ausfluege angeht. Peter, Merle, Johannes(ein weiterer Freiwilliger und Freund von Peter), Fiorella(Gastschwester von Peter), Laura(amiga von Laura) und meine Wenigkeit, zusammen fuhren wir fuer 5 Tage nach Bocas del Toro, Panama. Bocas ist ein Ort, vielmehr eine wunderschoene Inselgruppierung, nahe der Costa Rica-Panama Grenze an der Karibikkueste. Die Natur, das Wasser, die Straende sind dort atemberaubend schoen. An einem Tag haben wir eine Tour gemacht die uns zum Schnorcheln an einem Korallenriff was unglaublich viel spass gemacht hat, einem Nationalpark mit dem schoensten Strand den ich je gesehen habe und zu einem Mittagessen auf einem fuer Bocas charakteristischen Haus gebaut mit Stelzen auf dem Wasser, brachte. Wir hatten auch Glueck mit unserem Hotelzimmer. Ein Zimmer mit 6 Betten fuer uns mit eigenem Balkon ueber dem Wasser: perfekt! Um Nachts dann von Insel zu Insel bzw. von Bar zu Bar zu kommen, benutzt man Wassertaxis. Sehr lustige Sache um diese Uhrzeiten, mit diesem Pegel(nicht der Wasserpegel). Ich schwaerme noch heute von diesen paar Tagen. Es hatte wirklich alles gestimmt und die Atmosphere war super angenehm.
Nun zu der Weihnachtszeit. Ihr werdet euch sicherlich Fragen wie sich die Weihnachtsstimmung hier eingestellt hat. Da mir eigentlich auch in Deutschland so ein Gefuehl fremd ist und mir mehr Schein als Sein zu sein scheint, ist mir das hier nicht begegnet. Ich kann mir allerdings gut vorstellen dass es bei 25 Grad und mehr nicht einfach ist so ein Gefuehl zu entwickeln. Weihnachtsschmuck und co. hingen allerdings schon vereinzelt seit Anfang November. Auch gerne ab Ende Oktober. Heiligabend wird anders gefeiert. Um 12 Uhr Nachts wird sich umarmt und sich Feliz Navidad gewuenscht. Fast eben wie bei Neujahr. Ansonsten gibt es aber keine grossen Unterschiede. Gegessen wird viel und in dieser Zeit besonders viel Tamales. Das sind...ich sag mal Teigquadrate gefuellt mit Reis, Bohnen, Gemuese usw. eingewickelt in Bananenblaettern. Schmeckt gut und saettigt sehr.
In der Weihnachtszeit gibt es hier in Zapote, ein Stadtteil von San Jose, jedes Jahr die Weihnachtsfiestas. Dazu gibt es jede Menge Fahrgeschaefte usw. eben wie eine Kirmes. Aber das Highlight: Toros a la Tica. Man sagt: in Mexico bringen die Menschen die Stiere um, in Costa Rica die Stiere die Menschen. In eine Arena wo das blutgierige Volk Platz nimmt, werden wilde Stiere gelassen. 150 Menschen haben dabei das Recht sich zum Stier unten in die Arena zu begeben. Der Stier jagt die Jungs, manchmal erwischt er einen. Hoert sich langweilig an ist aber ein Spass anzusehen. Das habe ich mir 2 mal angeschaut, was sich wirklich gelohnt hat.
Silvester habe ich zusammen mit Peter, Johannes der mit einer anderen Organisation hier ist und Laura verbracht. Lauras Patentante hatte eine Hausparty organisiert wozu wir eingeladen wurden. An Silvester gibt es in Costa Rica einen Brauch. Man laeuft mit einem Koffer eine Strasse hoch und runter. Es soll Glueck bringen, dann bin ich ja mal gespannt :-)
Am Neujahrestag dann hat sich fast die gesamte Familie meines Gastvaters auf der Finca meiner Gasteltern versammelt. Es gab leckeres Essen und ein gutes Gespraech mit meiner suessen Gastcousine. Abgesehen davon war es aber auch fuer Costa Rica Verhaeltnisse bitter kalt dort oben, was meinem Kater nicht gerade zurecht kam.
Ich bin nun schon seit Mitte Dezember in den Ferien die noch bis Ende Februar fuer mich dauern werden. Natuerlich eine grosse Chance zu reisen! Schon morgen werde ich mich zusammen mit Merle in eine andere Welt begeben: Kuba. 10 Tage werden wir dort verbringen und ich freue mich sehr darauf. Fuer die ersten 3 Tage habe ich schon in Havanna eine casa particula dort reserviert. Casas particulares sind eigentlich nichts anderes als Zimmer in Haeusern von kubanischen Familien. Diese haben dafuer eine Lizenz und so droht uns kein Gefaengnis, auch wenn wir in Kontakt mit der einheimichen Bevoelkerung kommen.
Was gibt es noch zu erzaehlen...wo wir schon bei Vulkanen waren: ein zunaechst unaktiver Vulkan nahe meiner Stadt Cartago hat sich umentschieden und spuckt seit wenigen Tagen weissen Rauch. Wenn der Wind schlecht steht kommt dieser Rauch ueber Cartago und huellt alles in weiss. Und was ich ganz vergessen hatte, ein Erdbeben hatte ich auch schon miterlebt. Schon etwas laenger her...nachmittags war ich gerade in der Aufwachphase nach meinem Mittagsschlaf als es ploetzlich rumste. Fuehlte sich an alsob ein LKW gegen das Haus gefahren ist. Im Nebenzimmer ging ein Glas zubruch aber mehr geschah nicht. Auf der Richterskala 5.1! Man muss ja alles mal mitmachen.
Ich gruesse nun einmal speziell alle, die regelmaessig mitlesen. Es freut mich zu sehen, dass es euch intressiert!
Nach Kuba werde ich wieder Bilder hochladen. Versprochen!
Liebe Gruesse in die geliebte Heimat
Christian
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